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Chronik des heutigen Blasorchester “Die Scharfenberger e.V.”

Den Grundstein des heutigen Blasorchesters “Die Scharfenberger” legten am 01.10.1951

Reinhard Schmidt, Flügelhorn und Trompete

Walter Niggemann, Posaune

Helmut Litwin, Klarinette

In den folgenden Monaten kamen noch weitere Männer dazu, um eine Kapelle zu gründen:

Theodor Meschede, Tenorhorn

Werner Spiekermann, Tenorhorn

Josef Aust, Flügelhorn und Trompete

Josef Nieder, Horn

Karl-Josef Hillebrand, Klarinette

Ewald Niggemann, Bass

Franz-Bernhard Bange, kl. Trommel

Paul Fuhrmann, Tenorhorn

Karl Bange, gr. Trommel

Albert Bange, gr. Trommel

Kurt Hohmann, Horn

Franz Albaum, Trompete

Franz Rickert, Klarinette

Im Frühjahr 1952 wurde der erste Übungsraum im “Bunker” des Pastorats eingerichtet. Pfarrer Heinrich Schäfers, der sehr musikbegeistert war, förderte die jungen Musiker nach besten Kräften.

Im März 1952 wurde mit Willi Dierkes der erste Dirigent und Übungsleiter verpflichtet

Jeder Musiker gab bei jeder Probe 1 DM für die Ausbildung.

Der erste öffentliche Auftritt im Dorf war 1952 bei der Pfingstprozession.

Von 1953 bis 1962 übernahm Musikmeister Fritz Müller aus Brilon als Dirigent die musikalische Leitung.

Ein Ereignis aus 1953 war der Josefstag. Jeder Mann im Dorf mit Vornamen Josef, bekam ein Ständchen gebracht. Das waren in der Zeit nicht wenige und dauerte bis weit nach Mitternacht.

Ein entscheidender Durchbruch 1953 war der erste Auftritt außerhalb des Dorfes.

Pfingsten stellten sie die Schützenfestmusik in Rixen in Wreden Scheune in der Brüche.

Das Spielgeld betrug für 14 Musiker 280 DM.

Weitere Veranstaltungen, wie Ständchen ab 50. Geburtstag und Polterabende im Dorf, Sportfeste, Prozessionen, Schützenfeste usw. wurden angenommen.

In der Gründungsversammlung am 27.09.1953 im Vereinslokal Schnier im alten Saal und dem ab jetzt neuen Proberaum, traten spontan 37 Männer als passive Mitglieder ein.

Der Jahresbeitrag wurde auf 2,40 DM festgelegt und einmal jährlich von Haus zu Haus einkassiert.

Im Jahr 1961 wurde das Bezirksmusikfest Brilon-Waldeck im Rahmen des 10jährigen Jubiläums des Musikvereins mit mehreren Vereinen ausgerichtet.

1962 hat Musikmeister Fritz Müller aus gesundheitlichen Gründen den Taktstock an Heinrich Dünnebacke aus Olsberg übergeben, der die Kapelle bis 1967 leitete.

Das erste Schützenfest mit Heinrich Dünnebacke wurde 1963 in Anröchte beim Jungesellenschützenverein gespielt. In dem Jahr wurde auch das Bundesschützenfest durchgeführt.

Bei diesen Festen und bei anderen Auftritten wurde die Kapelle verstärkt durch die Altenbürener Musiker.

Als jahrelange Festkapelle in Wülfte war der Gottesdienst und die Primizfeier der Wülfter Patres Meinolf Kraft und Wigbert Lange 1965 ein besonderes Ereignis. Als 1966 Bundeskanzler Ludwig Erhard eine Wahlkampfveranstaltung auf dem Briloner Marktplatz abhielt, war die Kapelle für den musikalischen Rahmen verantwortlich.

Das Jahr 1967 brachte einen Wechsel in der musikalischen Leitung. Heinrich Dünnebacke übergab den Taktstock an Rudolf Niggemann, der seinerzeit beim Luftwaffenmusikkorps diente.

1969 war in jeder Hinsicht ein besonderes Jahr in der Vereinsgeschichte. Der Musikverein schaffte erstmals für 25 Aktive neue Uniformen an. Bisher hatte man die privaten schwarzen Anzüge mit schwarzer Fliege. Zu der neuen Uniform sollte auch ein neuer Name. Verschiedene Vorschläge wurden eingereicht. Man entschied sich in der Jahreshauptversammlung für den Vorschlag von Alois Kohl. Es nennt sich jetzt Blasorchester “Die Scharfenberger” 

 

Vom 19. bis 21. Juli 1969 hat das Blasorchester beim 275. Jubiläum des Schützenvereins Bad Westernkotten mit Verstärkung einiger Bundeswehrmusiker gespielt.

Ein Weltereignis war die erste Mondlandung am 20. Juli 1969 zur gleichen Zeit und wurde auf dem Schützenfest besonders verfolgt. Der Astronaut Neil Armstrong betrat am 21. Juli als erster Mensch den Mond.

Durch den Lippstädter Tambourcorps entstand bei den Schützenfesten in Bad Westernkotten auch ein Kontakt zu dem Südlichen Schützenbund Lippstadt, wo dann einige Jahre ein Schützenfest in einer anderen Art musikalisch gestaltet wurde. Es waren einige Stunden auf der Straße mit Paraden und Vorbeimärschen zu absolvieren.

An den Abenden ging es öfter mit dem Königspaar und den Kompanien vor die Theken und die draußen stehenden Bierstände zum Stimmung machen. Das übliche Abendprogramm konnte man hier nicht so ungestört aufführen.

Auf jedem Schützenfest wurde auch der Zapfenstreich gespielt. In der Zeit noch mit 4 Fanfaren.

Beim Nördlichen Schützenbund lief es ebenso ab, nur etwas kleiner.

Bekannt und beliebt waren die Osterkonzerte, die im Stil der „Lustigen Musikanten“ aufgeführt wurden. Ein jahrelanges Highlight waren die Oktoberfeste, die mit erster fachlicher Beratung und Material durch den Wirt Waldemar Hötte aufgeführt wurden. Bei diesem Fest wurden die Scharfenberger Vereine, sowie die Vereine wo

man auf den Schützenfesten spielte, eingeladen und bei den Wettstreiten mit eingebunden. Es gab Disziplinen im (Bretttrinken, Bierkrug stemmen, Holzsägen, Wettmelken, Peitschenknallen, Holzhacker-Buam und sogar das Herzilein-Duo kam zum Einsatz)

1976 beim 25-jährigen Bestehen stiftete Ehrenmitglied und Förderer Pfarrer Heinrich Schäfers dem Verein ein Tenorhorn. Zu diesem Fest trat das Blasorchester erstmals in den Trachtenwesten auf.

1981 beim 30-jährigen Jubiläum fanden sich alle Vereinsgründer noch einmal in ihrer alten Besetzung zusammen, beim Frühschoppen wirkte auch die belgische Kapelle aus Heusden mit.

1982 am 1. Ostertag startete unter dem Motto „Lustige Musikanten“ wieder ein Volkstümlicher Abend. Als Gäste hatten wir die “Kochelseer-Plattler“ für das heutige Fest eingeladen. Bei unserer Fahrt nach Kochel am See haben wir sie kennen gelernt (Kommentar zum Abend vom Platter Schorsch: „Die Kurzen warn zu dolle“)

1987 hatten die alten blauen Uniformen ausgedient. Das Blasorchester präsentierte sich mit Trachtenjacke, roter Kordel und Trachtenhut mit Adlerflaum.

1988 wurden erstmals in der Vereinsgeschichte Mädchen ausgebildet.

Ein Schwerpunkt der heimischen Blaskapellen ist die 2-3 Tage dauernde musikalische Gestaltung der Schützenfeste. Die Festmusik wurde 22 Jahre in Brilon-Wald und 24 Jahre in Siedlinghausen gestellt.

Außerdem in den Orten:

Altenbüren; Altenbrilon; Anröchte; Bad Westernkotten; Drewer; Elleringhausen; Giershagen; Helmeringhausen; Kallenhardt; Küstelberg; Lippstadt Süd; Lippstadt Nord; Meiste; Nuttlar;          Obermarsberg; Padberg; Rixen; Roberinghausen; Thülen; Titmaringhausen; Wülfte; Züschen

Trotz der vielen Auftritte war auch mal eine 3tages Fahrt für die Musiker mit Instrumenten und spontanen Auftritten möglich. Fahrten nach Belgien (Heusden) und Bayern wie Irschenberg, Kochel am See, Kulmbach und Neuravensburg bei Wangen im Allgäu (Wohnort von Ernst Hutter).

Vielen sind die Fahrten sicher noch in guter Erinnerung geblieben, daß man mit Musik machen überall willkommen ist und selbst viel Spaß daran hat.

1991 beim 40jährigen Jubiläum in der Scharfenberger Schützenhalle wurde das Blasorchester mit musikalischen Beiträgen der Jungmusiker und der Gründerkapelle unterstützt. Zu diesem Auftritt haben die Männer der ersten Stunde etliche Übungsstunden abgehalten. Dabei wurde die Freude am Musik machen wieder entdeckt. Mit Verstärkung von Musikern des Blasorchester ging es mit den Proben weiter. Man einigte sich auf den Namen „Die 51er“, das Gründungsjahr des heutigen Blasorchesters.

Der weitere Verlauf der Scharfenberger Blasmusik „Die 51er“ wird an anderer Stelle weiter beschrieben

Im Jahre 1994 gab es gravierende Veränderungen bei den Aktiven des Blasorchesters. Nach internen Unstimmigkeiten haben einige führende Musiker das Orchester verlassen. Auch der langjährige Dirigent Rudolf Niggemann gab sein Amt nach 27 Jahren auf. Der Aderlass war so stark daß keine großen Feste mehr gespielt werden konnten.

Andreas Westerwinter übernahm 1994 die musikalische Leitung und den Neuaufbau des Orchesters.

Seit 1997 wird wieder die Festmusik in Rixen sowie Tanzmusik und Ständchen aller Art gespielt.

Es ging weiter mit Schützenfesten und Auftritten aller Art. Der Proberaum im alten Schulkeller wurde hergerichtet, um unabhängiger vom Vereinslokal Schnier zu sein.

Nach 15 Jahren Dirigententätigkeit übergab Andreas Westerwinter den Taktstock 2009 an Sebastian Funke der bis heute die musikalische Verantwortung trägt.

In der Jahreshauptversammlung 1996 gab es einen Wechsel in der Vereinsführung. Manfred Westerwinter gab nach 10 Jahren 2. Vors. und 8 Jahren 1. Vorsitzender das Amt an Rudolf Bauer ab, der mal wieder aus dem Kreis der passiven Mitglieder kam. In dieser Zeit seiner Vereinsführung viel auch das 50. Jubiläum des Blasorchesters.

Nach 14 Jahren Vereinsführung gab Rudolf Bauer bei der Jahreshauptversammlung 2010 sein Amt ab. Bei der Neuwahl des 1. Vorsitzenden ließ sich Manfred Westerwinter noch mal erweichen das Amt des 1. Vorsitzenden anzunehmen.

Im Jahre 2011 feierte das Blasorchester sein 60jähriges Jubiläum mit einem lockeren Konzertabend.

Mit dem Marsch „Jubiläumsgrüße“ unter der Leitung von Sebastian Funke wurde der Jubiläumsabend eröffnet

Als Krönung spielte das Blasorchester das „Scharfenberger Lied“ von Dirigent Sebastian Funke eigens für diesen Abend arrangiert.

Das erste Highlight ließ nicht lange auf sich warten, der Vorstand konnte 6 Gründungsmitglieder des Vereins für ihre 60-jährige Mitgliedschaft ehren.

Blasorchester Scharfenberg

2011 im Bild von links: Geschäftsführerin Andrea Hillebrand, Gründungsmitglieder Reinhard Schmidt, Helmut Litwin, Josef Nieder, Kurt Hohmann, Ewald Niggemann und Josef Aust sowie der 1. Vorsitzende Manfred Westerwinter.

Zwei besondere Ehrungen erfolgten durch den Präsidenten Jochen Westermann vom Volksmusikerbund NRW.

Rudolf Bauer für 14 Jahre im Amt als 1. Vorsitzender des Blasorchesters mit der Ehrenplakette des VMB-NRW. Andreas Westerwinter für 15-jährige Tätigkeit als Dirigent von 1994 – 2009 mit der silbernen Dirigentennadel des VMB-NRW.

Beim 40-jährigen Jubiläum hat er als Leiter der Jungmusik die Stücke (Springtime in Florida) und (Tiger Rag) dirigiert.

In den vergangenen Jahren wurden auch besondere Ehrungen durchgeführt.

1987 erhielt Rudolf Niggemann für 20 Jahre Dirigententätigkeit die Goldene Dirigentennadel.

1987 bekam Werner Niggemann für 20-jährige Tätigkeit im Vorstand die kleine Landesehrenplakette.

1987 bekam Manfred Westerwinter für 20-jährige Tätigkeit im Vorstand die kleine Landesehrenplakette.

1991 bekam Walter Niggemann für 26-jährige Tätigkeit im Vorstand die große Landesehrenplakette.

1992 wurde Walter Niggemann für 35-jährige kostenlose Ausbildung von Jungmusikern und 26 Jahre im Vorstand,

          die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

          durch Herrn Landrat Leikop überreicht.

2015 bekam Albert Rieke, 37 Jahre im Vorstand von 1978 – 2015 den Landesehrenteller vom VMB-NRW.

2015 bekam Herbert Vondereck, 21 Jahre im Vorstand von 1988 – 2009 den Landesehrenteller vom VMB-NRW.

2015 bekam Uli Meschede, 21 Jahre im Vorstand von 1986 – 2007 den Landesehrenteller vom VMB-NRW.

2015 bekam Norbert Rieke, 21 Jahre im Vorstand von 1989 – 2008 den Landesehrenteller vom VMB-NRW.

2017 bekam Manfred Westerwinter, 50 Jahre im Vorstand von 1966 – 2016 die „Josef Decker Ehrenmedaille“

          Eine Ehrung die vom VMB-NRW nur 2-mal im Jahr an besonders verdiente Musiker vergeben wird.

2022 bekam Uli Meschede für 60 Jahre aktive Mitgliedschaft den Landesehrenteller vom VMB-NRW.

Für den Text verantwortlich: Manfred Westerwinter (Ehrenvorsitzender)

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